2000 – 2001 Dresden, Zwinger, Umbau und Sanierung Galeriecafé Alte Meister

Die Realisierung einer gastronomischen Betreuung für die Besucher der Gemäldegalerie „Alte Meister“ war Ansatzpunkt für das Restaurant Braun'sches Atelier. Die Gäste wünschen Kaffee, Tee, kalte Getränke und ein kleines Imbißangebot. Auch für Ausstellungseröffnungen, Empfänge und festliche Anlässe steht das Restaurant zur Verfügung. Durch seine Lage im Stadtzentrum, direkt vor der Oper, ist es Anziehungspunkt für die Opernbesucher. Damit wird der Gastraum ein Nachtraum. Beleuchtung und Innenraumgestaltung wurden darauf abgestimmt.

Gastraum ist nur der zentrale, in beiden Gebäudeachsen symmetrisch liegende Raum. Die erste, der Gemäldegalerie zugewandte Gebäudeachse ist der räumliche Übergang von der Gemäldegalerie ins Braun‘sche Atelier. Der Gastronomiebetrieb ist von allen Einrichtungen der Staatlichen Kunstsammlungen getrennt.

Ein Steinboden in einer modernen abstrakten Gestaltung bildet die Basis für die Gliederung des Gastraumes und berücksichtigt die Achsen und Linien vorhandener Strukturen. Der Mittelbau erhält somit in seiner langgestreckten Form die Voraussetzung für verschiedene Möblierungen und Bedürfnisse. Eine anspruchsvolle Gestaltung der Spiegel unter der vorhandenen Wandmalerei rahmt diesen ein.

Der lange Tresen bildet die Grenze zwischen dem oberen Seitenschiff und dem Hauptraum. Dieser gibt sich zu erkennen, dominiert aber nicht, Licht und farbige Akzentuierung der rückseitigen Wandflächen bilden den Fond. Die Tischgruppen vor den Fenstern bieten Raum zum Rückzug und Verweilen. Der Raum findet seinen Abschluß mit dem Blick auf die Oper.

Die vorhandenen Befunde der Wandmalereien wurden in die neue Innenraumgestaltung aufgenommen. Neugestaltung und historische Befunde schaffen in einem harmonischen „Nebeneinander“ eine neue Raumqualität.

Der durch seine Nordlage bestimmte und belichtete Raum erhält durch die Rekonstruktion des Deckenoberlichtessowohl simulierte Tages- als auch Abendlichtstimmungen. Diffuse, indirekte aber auch direkte Beleuchtungen im Oberlicht ermöglichen eine Lichtatmosphäre, die auf die Tageslichtsituation und die Stimmung der Gastlichkeit Einfluß nimmt. Der Seitenflügel erlebt durch die direkte Beleuchtung der vertikalen Struktur eine stärkere Intimität. Zusätzlich erhellt eine indirekte Beleuchtung oberhalb der Kapitelle Bögen und Gewölbe und zeichnet diese nach. Letztere hebt auch im Seitenflügel des Barbereichs die farbige Wandgestaltung hervor.

Museumscafe »Alte Meister«
im sogenannten Braunschen
Atelier …
Blick in die Raumachse,
links die Theke …
Blick zur Theke …
Blick zu den Fenstern …
Längsschnitt,
Blick zur Theke …
Grundriß …
Wandansicht des Innenraums